Erste Mini-Tour 2012

Jetzt hat es doch zu sehr in Händen und Füßen gejuckt: Knapp über 10 Grad und trocken und Karneval vorbei – da können wir ja endlich wieder mal fahren! Eine kleine Runde mit einigen Kurven, etwas Autobahn, ein bisschen Stadt und viel Landstraße – genau richtig nach fast drei Monaten Pause. Es war auch gut zu fahren, aber eins war nicht so gut: Ich war trotz vier Schichten zu dünn angezogen und hatte richtig kalte Hände. Werde wohl mal nach einer anderen Handschuhlösung suchen müssen.

 

Wie auch immer: Ich wünsche allen eine gute  Saison 2012! :-D

Knatternde Bikes & fliegende Rocker – ein Blogwichtel-Gastbeitrag von Lilian Kura

Der Texttreff veranstaltet dieses Jahr ein Blogwichteln: Eine Textine schreibt einen Blogbeitrag für eine andere, die wiederum schreibt für eine dritte usw. Für mein Motorradfahrerin-Blog habe ich mit Lilian Kura, auch bekannt als „Textzicke„, eine wunderbar Textine „erwischt“. Sie berichtet in ihrer unnachahmlich mitreißenden Art von einem außergewöhnlichen Showact mit einem URAL-Bike:

 

Knatternde Bikes & fliegende Rocker: The Kurbanovs!

 

Im Rahmen einer Firmenfeier kam ich letztens in den Genuss des „Schuhbeck teatro“. Sie wissen schon: Das Varieté-Dinner im Spiegelpalast, wo der Chef nicht nur selbst kocht, sondern am Schluss sogar noch singt! Ein wirklich einmaliges Erlebnis in traumhaftem Ambiente unter ständigem Kalorienbeschuss der uns im Minutentakt wohlige Seufzer entlockte. Hochklassige Artistik, Jonglage, Bewegungskünste, Musik und Clownerie … ein wahres Feuerwerk der Varietékunst. Es folgt ein Erfahrungsbericht über den Auftritt der Artistentruppe The Kurbanovs, der – wie ich finde – gut in den Rahmen eines Motorrad-Blogs passt. Here we go!

Plötzlich erfüllt lautes Motorradgeknatter den Raum. Benzin liegt in der Luft. Zu lauter AC/DC-Musik fährt ein bezopfter Altrocker in Lederkluft auf einer schweren Maschine der Marke URAL ein. Auf dem Sozius ein nicht minder cooler Knabe. Langes Blondhaar, Stirnband, Nietenweste. Das Gespann wird begleitet von Mama Kurbanov – eine ziemlich heiße Mama Kurbanov wohlgemerkt, in Lack-Hosen sowie mit Sonnebrille und freizügigem Dekolleté.

Während Mama im Takt die Bühne umtanzt, bringt Papa das Bike in Parkposition. Erst jetzt sehen wir, dass es gepimpt ist: Der hintere Sattelteil ist wie eine schräge Lehne aufgestellt. Mit dem Kopf Richtung Lenker legt sich Papa Kurbanov nun rücklings auf den Sattel und reckt die Beine nach oben. AC/DC rockt, Mama schlägt Räder, der Junior sitzt plötzlich zwei Meter hoch auf des Papas Füßen. Moment – wie kam der da rauf? Egal, denn jetzt überschlagen sich die Ereignisse nicht weniger schnell als der Knabe selbst. Von den Beinen seines Untermanns wird er Richtung Decke geschleudert, dreht sich in wahnwitzigen Salti um sich selbst, landet aber unglaublicherweise jedes Mal sicher zurück auf Papa Kurbanovs Füßen. Mein Mutterherz winselt „Highway to hell“, obwohl ich als Erzeugerin zweier Leistungsturner durchaus weiß, dass gut trainierte Kinder solche Sperenzchen schon mal drauf haben. Immer schneller, immer wilder werden Juniors Sprünge, nun landet er gar stehend auf der zweimal Schuhgröße 44 kleinen Fläche! Schnappatmung im ganzen Zelt, ein paar Mamas ohne Turnkinder fiepen ängstlich. Triumphierend steht der Knirps da oben, aber ogottogott, jetzt geht das wieder los! Er geht leicht in die Knie, der Untermann winkelt die Beine an, und schon schnellen maximal eineinhalb Meter Kind vieleviele Meter weit Richtung Zeltdach. Mutter Kurbanov nimmt’s lässig, denn sie ist gerade in den Spagat gesprungen und versucht ihren beiden Männern mit heftigem Busengewackel die Show zu stehlen. Vergeblich. Das Publikum tobt, der Knabe fliegt, die Musik dröhnt und irgendwie pendeln wir allesamt ständig zwischen „Mehr! Schneller! Höher!“ und „Ruf doch einer das Jugendamt an!“.

Als die Nummer nach gefühlten 15, real höchstens 4 Minuten zu Ende ist, gibt es Standing Ovations. Kurbanov Junior beendet seinen letzten Salto katzenweich auf dem Bühnenboden, der Altrocker rutscht lässig aus seiner Liegeposition und legt dem Nachwuchs-Ikarier stolz die Hand auf die Schulter. Komischerweise scheint sich, am Stirnschweiß gemessen, Mutter Kurbanov am meisten von allen verausgabt zu haben, dabei blieb sie doch immer am Boden? So what – es war eine fulminante Show, eine irre artistische Leistung und hatte, HELL YEAH!, ungefähr 1000 PS Unterhaltungswert.

Fazit: Hingehen! Angucken! Lohnt sich allenthalben, auch rund um die Kurbanovs herum. :-)

 

Leider gibt es die „Dreier“-Show, die ich sah, nirgends im Web zu sehen. Die Kurbanovs in Aktion, tatkräftig unterstützt von weiteren Familienmitgliedern sowie einem zweiten Bike, gibt es aber hier oder direkt hier zu bewundern:

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Nun also Winter

Das heißt hier erstmal Dauerregen bei 6 bis 7 Grad und mal mehr, mal weniger Wind. Definitv kein Motorradwetter! In den letzten Tagen habe ich unterwegs kaum Motorradfahrer gesehen. Dabei gab es neulich in einer Motorradzeitschrift einen Artikel über das Fahren im Herbst/Winter bei nasser Fahrbahn, Reifglätte in schattigen Kurven usw. Kurz zusammengefasst: Noch besser aufpassen, noch vorausschauender fahren, Kurven langsamer und ohne extreme Schräglage fahren. Klingt alles vernünftig. Aber kalt ist es trotzdem…

Frauen sind nicht so stabil…

… sagte heute ein Bekannter zu mir. Die Vorgeschichte: Ich habe ihm erzählt, dass ich dieses Jahr den Motorradführerschein gemacht habe. „Das hätt ich meiner Freundin nicht erlaubt.“ – – – Sprachloses Schweigen meinerseits – – –

Als Begründung kam dann die Antwort „Frauen sind nicht so stabil wie Männer“. Ahso.

Was er meinte war: Frauen könnten sich schwerer verletzen bei einem Sturz bzw. Unfall. Kann sein. Aber die Gefahr eines Unfalls hält Männer ja auch nicht vom Fahren ab – wo ist da die Logik? Was meint ihr?

Herbstfahrt

Bei dem dauerhaft schönen Wetter habe ich eine kleine Runde gedreht. Das Warm-Einpacken hat fast länger gedauert als die Fahrt, aber es hat trotzdem Spaß gemacht :-)

Den Velberter Bergrücken rauf und runter – mal nach/von Langenberg, mal nach/von Heiligenhaus … bin gespannt, wann ich alle Kurven kenne.

Hier im Bergischen gibt es jede Menge Kurven, ich „muss“ also bei jeder Fahrt üben.  Es wird jedes mal besser! CBF 500

Die Motorradfahrerin

Motorrad fahrende Frauen sind natürlich nicht alle gleich. Manche fahren gerne schnell, anderen ist 100 km/h schon zu viel. Einige lieben das Kurvenfahren, andere würden am liebsten vor jeder Kurve absteigen und schieben. Viele sind Anfängerinnen, viele fahren schon Jahre oder Jahrzehnte.

Dieses Blog will nach und nach Interessantes für alle Motorradfahrerinnen bieten – Kommentare von Fahrerinnen und Erfahrungsberichte sind herzlich willkommen!