Besser so

Mit der Hornet bin ich ja nie so richtig warm geworden (in dem einen Jahr, in dem ich sie gefahren bin ;-)  ). Also haben wir nach Alternativen gesucht und eine sehr gute in der Honda NC 700X gefunden. Manche nennen das Motorrad einen „Roller mit Handschuhfach“; für mich ist es jedenfalls richtig: Es läuft auch bei niedrigen Drehzahlen gut, der richtige Gang ist schnell gefunden (bei der Hornet hätte ich die Gänge hoch ausdrehen müssen), die Sitzposition ist viel besser für mich – und sie ist sparsam. Und rot statt schwarz.

Erschüttert

Erschüttert und durchgeschüttelt bin ich; erschüttert angesichts der Straßen. Unglaublich, wie viele kaputte, schlecht reparierte Straßen es gibt, und dabei ist egal, ob sie sich Autobahn, Bundes-, Landes-, Kreisstraße oder sonstwie nennen („Straße ohne Namen“).
Aber abgesehen davon sind wir heute eine schöne Runde gefahren über Hattingen, Sprockhövel, Rummenohl und viele kleinere Orte schließlich nach Ennepetal, Schwelm, Wuppertal.
Den Straßenzustand sehen auch viele Politiker kritisch oder finden ihn sogar gefährlich (!), nachzulesen z.B. in der FAS (Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung). Hoffentlich tut sich dann auch was im positiven Sinne!

Endlich Motorrad-Wetter!

10 Grad, Sonne, Sonntag – Zeit für eine kleine Tour :-) Nichts Anstrengendes, aber nach all den Monaten Pause war es eine nette Runde hier im Bergischen Land. Keine Raser auf unserer Strecke, keine unaufmerksamen Autofahrer, alles bestens.

Steile Kurven, abwärts

Neulich haben wir eine Herbst-Motorradtour gemacht (nicht lang, war doch schon ein bisschen kalt). Hier im bergischen gibt es viele Kurven und Berge (also was die nahen Düsseldorfer Berge nennen ;-)). Und so fuhren wir bergauf und noch ein Stück bergauf, bis wir Richtung Tal eine steile Straße nutzten. Ging auch ganz gut, aber dann war da diese Kurve: Starkes Gefälle, sehr enge Kurve. Und das ging nicht :-(
Was tut ihr in so einem Fall?
Ich bin schrittchenweise um die Kurve, was natürlich gefährlich und blödsinnig ist, aber ich konnte mich nicht davon überzeugen, „normal“ runterzufahren. Hm.

Vorsatz für 2013: Mehr Kurven fahren, vor allem bergab!

Blickführung, Blickführung, Blickführung!

Hat mein Fahrlehrer schon immer gesagt: „Kuck, wo du hinfahren willst, dann fährste auch dahin!“ Leider habe ich das nicht verinnerlicht. Neulich beim Fahrsicherheitstraining haben wir das wieder geübt beim „Kleeblatt“-Fahren. Ganz enge Kurven im Schritt-Tempo, mit häufigem Richtungswechsel. Ohne Blickführung wäre das nicht gegangen.
Und auch bei höherem Tempo auf der Landstraße in langgegezogenen Kurven: Wenn ich in die Kurve schaue und nicht auf den Asphalt oder das Schlaglöchlein vor meinem Reifen, komme ich gut und zügig durch die Kurve und muss nicht abbremsen (d.h. ich kann eine Kurve auch mal mit 70 fahren, wenn 70 erlaubt sind ;-)).
Wäre das Wetter nicht seit Wochen so schlecht, würde ich das weiter üben. Blickführung, Blickführung, Blickführung!

Nun also Hornet

Die CBF 500 war das erste Jahr nach der Führerscheinprüfung gut zu fahren und das richtige Motorrad für mich. Nun hat „es“ sich „gefügt“, dass ich eine Honda Hornet 600 fahre (mit ABS). Deutlich sportlicher, d.h. ich komme besser um die Kurven damit. Ich könnte deutlich stärker beschleunigen, wenn ich wollte. Inzwischen komme ich ganz gut mit der Hornet zurecht, nachdem ich mich an das ungewohnte Anfahrverhalten gewöhnt habe – sie fährt auch ohne Gas schon mal los, wenn man die Kupplung kommen lässt. Ein Sicherheitstraining haben wir zusammen auch schon absolviert: So weiß ich nun, wie gut und schnell sie bremst. Auch eine höhere Sitzbank für einen größeren Kniewinkel hat das gute Stück bekommen – so lassen sich sogar Autobahnfahrten aushalten (solange sie nicht zu lang sind). Jetzt fehlt noch etwas besseres Wetter, dann können wir wieder ausfahren :-)

Erste Mini-Tour 2012

Jetzt hat es doch zu sehr in Händen und Füßen gejuckt: Knapp über 10 Grad und trocken und Karneval vorbei – da können wir ja endlich wieder mal fahren! Eine kleine Runde mit einigen Kurven, etwas Autobahn, ein bisschen Stadt und viel Landstraße – genau richtig nach fast drei Monaten Pause. Es war auch gut zu fahren, aber eins war nicht so gut: Ich war trotz vier Schichten zu dünn angezogen und hatte richtig kalte Hände. Werde wohl mal nach einer anderen Handschuhlösung suchen müssen.

 

Wie auch immer: Ich wünsche allen eine gute  Saison 2012! :-D

Knatternde Bikes & fliegende Rocker – ein Blogwichtel-Gastbeitrag von Lilian Kura

Der Texttreff veranstaltet dieses Jahr ein Blogwichteln: Eine Textine schreibt einen Blogbeitrag für eine andere, die wiederum schreibt für eine dritte usw. Für mein Motorradfahrerin-Blog habe ich mit Lilian Kura, auch bekannt als „Textzicke„, eine wunderbar Textine „erwischt“. Sie berichtet in ihrer unnachahmlich mitreißenden Art von einem außergewöhnlichen Showact mit einem URAL-Bike:

 

Knatternde Bikes & fliegende Rocker: The Kurbanovs!

 

Im Rahmen einer Firmenfeier kam ich letztens in den Genuss des „Schuhbeck teatro“. Sie wissen schon: Das Varieté-Dinner im Spiegelpalast, wo der Chef nicht nur selbst kocht, sondern am Schluss sogar noch singt! Ein wirklich einmaliges Erlebnis in traumhaftem Ambiente unter ständigem Kalorienbeschuss der uns im Minutentakt wohlige Seufzer entlockte. Hochklassige Artistik, Jonglage, Bewegungskünste, Musik und Clownerie … ein wahres Feuerwerk der Varietékunst. Es folgt ein Erfahrungsbericht über den Auftritt der Artistentruppe The Kurbanovs, der – wie ich finde – gut in den Rahmen eines Motorrad-Blogs passt. Here we go!

Plötzlich erfüllt lautes Motorradgeknatter den Raum. Benzin liegt in der Luft. Zu lauter AC/DC-Musik fährt ein bezopfter Altrocker in Lederkluft auf einer schweren Maschine der Marke URAL ein. Auf dem Sozius ein nicht minder cooler Knabe. Langes Blondhaar, Stirnband, Nietenweste. Das Gespann wird begleitet von Mama Kurbanov – eine ziemlich heiße Mama Kurbanov wohlgemerkt, in Lack-Hosen sowie mit Sonnebrille und freizügigem Dekolleté.

Während Mama im Takt die Bühne umtanzt, bringt Papa das Bike in Parkposition. Erst jetzt sehen wir, dass es gepimpt ist: Der hintere Sattelteil ist wie eine schräge Lehne aufgestellt. Mit dem Kopf Richtung Lenker legt sich Papa Kurbanov nun rücklings auf den Sattel und reckt die Beine nach oben. AC/DC rockt, Mama schlägt Räder, der Junior sitzt plötzlich zwei Meter hoch auf des Papas Füßen. Moment – wie kam der da rauf? Egal, denn jetzt überschlagen sich die Ereignisse nicht weniger schnell als der Knabe selbst. Von den Beinen seines Untermanns wird er Richtung Decke geschleudert, dreht sich in wahnwitzigen Salti um sich selbst, landet aber unglaublicherweise jedes Mal sicher zurück auf Papa Kurbanovs Füßen. Mein Mutterherz winselt „Highway to hell“, obwohl ich als Erzeugerin zweier Leistungsturner durchaus weiß, dass gut trainierte Kinder solche Sperenzchen schon mal drauf haben. Immer schneller, immer wilder werden Juniors Sprünge, nun landet er gar stehend auf der zweimal Schuhgröße 44 kleinen Fläche! Schnappatmung im ganzen Zelt, ein paar Mamas ohne Turnkinder fiepen ängstlich. Triumphierend steht der Knirps da oben, aber ogottogott, jetzt geht das wieder los! Er geht leicht in die Knie, der Untermann winkelt die Beine an, und schon schnellen maximal eineinhalb Meter Kind vieleviele Meter weit Richtung Zeltdach. Mutter Kurbanov nimmt’s lässig, denn sie ist gerade in den Spagat gesprungen und versucht ihren beiden Männern mit heftigem Busengewackel die Show zu stehlen. Vergeblich. Das Publikum tobt, der Knabe fliegt, die Musik dröhnt und irgendwie pendeln wir allesamt ständig zwischen „Mehr! Schneller! Höher!“ und „Ruf doch einer das Jugendamt an!“.

Als die Nummer nach gefühlten 15, real höchstens 4 Minuten zu Ende ist, gibt es Standing Ovations. Kurbanov Junior beendet seinen letzten Salto katzenweich auf dem Bühnenboden, der Altrocker rutscht lässig aus seiner Liegeposition und legt dem Nachwuchs-Ikarier stolz die Hand auf die Schulter. Komischerweise scheint sich, am Stirnschweiß gemessen, Mutter Kurbanov am meisten von allen verausgabt zu haben, dabei blieb sie doch immer am Boden? So what – es war eine fulminante Show, eine irre artistische Leistung und hatte, HELL YEAH!, ungefähr 1000 PS Unterhaltungswert.

Fazit: Hingehen! Angucken! Lohnt sich allenthalben, auch rund um die Kurbanovs herum. :-)

 

Leider gibt es die „Dreier“-Show, die ich sah, nirgends im Web zu sehen. Die Kurbanovs in Aktion, tatkräftig unterstützt von weiteren Familienmitgliedern sowie einem zweiten Bike, gibt es aber hier oder direkt hier zu bewundern:

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Nun also Winter

Das heißt hier erstmal Dauerregen bei 6 bis 7 Grad und mal mehr, mal weniger Wind. Definitv kein Motorradwetter! In den letzten Tagen habe ich unterwegs kaum Motorradfahrer gesehen. Dabei gab es neulich in einer Motorradzeitschrift einen Artikel über das Fahren im Herbst/Winter bei nasser Fahrbahn, Reifglätte in schattigen Kurven usw. Kurz zusammengefasst: Noch besser aufpassen, noch vorausschauender fahren, Kurven langsamer und ohne extreme Schräglage fahren. Klingt alles vernünftig. Aber kalt ist es trotzdem…